studio insights

19. Juli 2021

Warum ich Virginia Woolf recht gebe….

Von Zeit zu Zeit (eigentlich ständig) frage ich mich, warum meine Arbeiten so materialintensiv sein müssen – und oft auch noch großformatig!? Oder warum mein Atelier so klein ist…

Tatsache ist: es ist manchmal unvorstellbar, in welchem Chaos mein Atelier versinkt. Bestimmt stehe ich nicht alleine da: wohl jeder Künstler/jede Künstlerin wünscht sich eine gut heizbare, lichtdurchflutete Industriehalle als Arbeitsplatz – mietfrei, versteht sich.

„Jede Frau braucht ein Zimmer für sich.“ Da hat Virginia Woolf schon recht – eine Halle wäre aber auch ganz schön…

 „big mess“ (das stop-motion zum Thema)

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studio insights

19. August 2021

Warum ich mein Auto so liebe….

Große Themen brauchen Raum, in der Kunst manchmal auch buchstäblich. Zum Glück liegt mir das praktische Denken nicht so sehr – also mache ich mich ans Werk, ohne an irgendwelche Konsequenzen zu denken.

Die Unbeschwertheit hält aber immer nur so lange an, bis mir ein paar nicht ganz unwichtige Fragen den Schweiß auf die Stirn treiben: Wo soll ich das Ganze lagern und wie transportiere ich es zum Ausstellungsort???

Aber wie der Kölner sagt: „Et hätt noch immer jot jejange!“

Unglaublich: alles passt ins Auto!!

Die Figuren meiner Installation „Eine für alle – alle für eine“ auf dem Weg zur Ausstellung in Silberg.

 

„big issue“ (das stop-motion zum Thema)

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studio insights

20. September 2021

über meine Arbeit: „Eine für alle – alle für eine“

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„Das hat sicher alles eine Bedeutung…“

(Kommentar einer Ausstellungsbesucherin)

Ein Auto voller Altpapier: meine Installation „Eine für alle – alle für eine“ liegt transportfähig in meinem Wagen und will vom Ausstellungsort in der Kulturkirche Silberg wieder nach hause gebracht werden. Quadratisch, praktisch, gut verpackt zeigt sich meine Arbeit nicht gerade von ihrer besten Seite, sondern wird wieder zu dem, woraus sie überwiegend besteht: Verpackungsmüll. Niemand würde bei dem Blick in mein Auto an ein Kunstwerk denken, geschweige denn in dem unordentlichen Papierhaufen eine Bedeutung suchen.

Aber so ist das mit der Kunst: sie schwebt ein wenig über den Dingen und zieht ihre mystischen Bahnen irgendwo zwischen dem Material, der Inszenierung und dem Auge der Betrachter. Es braucht Mut, sich einer so flüchtigen Sache zu verschreiben!